Die Automaten des Heron
Heron von Alexandria lebte wahrscheinlich um 50 n.Chr., in einer Zeit,
wo die altgriechische Theorie
und Kunst, die ägyptische Tradition und die römische Technik sich vereinigten.
"Die Schaustellung der Automaten erfreut sich bei den Alten großer
Beliebtheit, einmal weil eine mannigfaltige Kunstfertigkeit dabei entwickelt
wird, so dann, weil das dargebotene Schauspiel geradezu staunenerregend ist.
Denn eben die Anfertigung der Automaten bringt, um es kurz zu sagen, jeden Teil
der Mechanik vermittelst dessen, was im einzelnen dabei ausgeführt wird, zur
Anwendung."
(aus Herons Werk "Über Automatentechnik")
Aus Herons Pneumatik:
Der Dampf als Antriebskraft: Automatische Tempeltüren
"Bau einer Kapelle, deren Türen infolge eines Opferfeuers sich von selbst
öffnen und wieder schließen"
Diese automatischen Tempeltüren werden wiederum durch Verwendung erwärmter
Luft realisiert.
Weitere Konstruktionen:
Räderkonfiguration für geradliniges Vorrücken des Automaten
Räderkonfiguration für eine Kreisfahrt des Automaten
Räderkonfiguration für rechteckige Fahrt des Automaten
Mechanismus zum Heben und Senken der Räder
Räderkonfiguration für komplizierte Fahrten des Automaten
Programmierung der Automaten:
Schnurwicklung zur Programmierung der Bewegung
![]()
Abbildungen und Informationen entnommen aus:
D. Kalligeropoulos: Die Automaten des Heron von Alexandria
(Tagungsband des 8. Steirischen Seminars über Regelungstechnik und
Prozessautomatisierung. Leibnitz/Steiermark, 1993)
![]()
english